19. April 2012 – Auftaktveranstaltung

Heute fand die Auftaktveranstaltung zum Projekt statt. Sie hatte zwar gut ein Jahr Verspätung, wartete dafür aber schon mit den ersten Ergebnissen des Projektes auf.

 

Gastgeber war die Gemeinde Groesbeek, wo die Projektpartner ins Hotel Wolfsberg geladen haben. Dieter Lütticken, Vorstandsmitglied der NABU-Naturschutzstation Niederrhein, eröffnete um 10h die Veranstaltung und führte durch das offizielle Programm. Der Bürgermeister von Groesbeek, Harry Keereweer, hieß die gut 50 Gäste herzlich willkommen und übergab das Wort an Jan Jacob van Dijk, Deputierter der Provinz Gelderland für Tourismus, Ländliches Gebiet und Wirtschaft. Dieser betonte in seinem Grußwort die hohe Bedeutung des Projektes für Wirtschaft, Tourismus und Kultur für die Provinz Gelderland und freute sich über die fruchtbare grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Danach ergriff Projektleiter Dietrich Cerff von der NABU-Naturschutzstation Niederrhein das Wort und stellte das Projekt in einer kurzweiligen Präsentation vor. Im Anschluss richteten drei Financiers des Projektes ein Grußwort an die Gäste: Nicole Schmitz für den Landschaftsverband Rheinland, Willem Eckhard für die Provinz Gelderland und Ellen Dörr für das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Harry Keereweer, Bürgermeister von Groesbeek, begrüßt die Gäste.

 

 

Jan Jacob van Dijk, Deputierter der Provinz Gelderland für Tourismus,

Ländliches Gebiet und Wirtschaft.

 

 

Grußwort von Ellen Dörr, Ministerium für Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen

und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Gut 50 geladene Gäste nahmen am offiziellen Teil der Veranstaltung teil.

 

 

Nach diesem offiziellen Teil führte Staatsbosbeheer in einer kurzen Exkursion die Gäste durch den Wald bis an die Koepel, wo bereits weitere Besucher, vor allem Bewohner aus dem Umfeld der Koepel, warteten. Nachdem das traditionelle Anbau aufgegeben wurde, bekam der Teich neue Funktionen. So diente er lange Jahre den Bewohnern des Landguts Wolfsberg als  Standort für ein Tee-Häuschen (Tee-Kuppel!). In den letzten Jahren fiel der Teich aber vermutlich durch Bauarbeiten in der Umgebung trocken. Im Januar dieses Jahres machte sich Staatsbosbeheer daran, den Untergrund neu abzudichten, zugewucherte Teile freizustellen und die Ufer neu zu gestalten. So wurde die ehemalige Flachkuhle zu neuem Leben erweckt. Sie dient heute zwar nicht mehr der Flachsverarbeitung, dafür aber als neuer Lebensraum für Amphibien und vielen ans Wasser gebundene Insekten, für die das wiederhergestellte Gewässer ein wichtiger Lebensraum und Trittstein im Biotopverbund des Waldes ist. Und nicht zuletzt können die Groesbeeker Kinder zukünftig wieder in strengen Wintern Schlittschuhlaufen.

 

 

Exkursion zur Koepel.

 

Corinne Coremans, Staatsbosbeheer, macht auf die alte Allee im Wald aufmerksam.

 

Nach der Begrüßung an der Koepel durch Theo Giesbers, Beigeordneter der Gemeinde Groesbeek, und Arjan Snel von Staatsbosbeheer, Leiter des Distrikts Rivierenland, gab es eine Vorstellung der ganz besonderen Art: Das Beecker Flachsmuseum aus Wegberg erzählte über die Kultur und Verarbeitung des Flachses (Lein) und führte das traditionelle Flachsbrechen vor. Wer wollte, durfte sich im Anschluss selbst an in dieser alten Fertigkeit probieren. 

 

 

Heinz Gerichhausen, Leiter des Museums Wegbergs, erzählt Interessantes über die

Flachsverarbeitung.

 

Mit der feinen Hechel wird der Flachs sorgfältig ausgekämmt.

 

Mitarbeiter des Flachsmusuems verteilten Lein-Saatgut für den eigenen Garten.

 

Informationen über die Bauarbeiten an der Koepel, weitere Projektgebiete der Projektpartner und ein Catering vom Cafehaus Niederrhein mit regionalen traditionellen Zutaten aus dem Wald rundeten das Programm ab.

 

Für das leibliche Wohl war gesorgt: kleine Snacks mit Zutaten wie Bärlauch aus dem

historischen Wald bei Groesbeek.

 

Karel Hanhart von Hanharts Consults erklärte die Wasserführung in der Koepel.

 

Gegen 13h endete die Veranstaltung bei schönsten Frühlingswetter und den ersten

quakenden Fröschen im alten Flachsteich.

 

 

Click a feature on the map to see the details